Projekt "b3" 2015-2018 Gemeinsame Reha-Sprache für eine passgenaue Teilhabeplanung

Junger Mann stehend vor einer beschriebenen Tafel

© BAG BBW / Jörg Frank (Fotograf)

Das b3-Projekt hat von 2015 bis 2018 ein trägerübergreifendes Konzept zur Bedarfsermittlung im Reha-Prozess für alle Akteure entwickelt. Im Vordergrund stand das Ziel, die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe, insbesondere die Teilhabe am Arbeitsleben, für Menschen mit Behinderung zu verbessern.

Mit Abschluss des b3- Projektes liegt ein einheitliches Bedarfsermittlungskonzept einschließlich einer Instrumentendatenbank vor. Damit erhält die Vielzahl der in der Bedarfsermittlung genutzten Instrumente und Verfahren, die in der sogenannten Machbarkeitsstudie (2012-2013) identifiziert werden konnten, einen übergreifenden Bezugsrahmen und bildet gleichzeitig für alle Akteure eine einheitliche fachliche Grundlage.

Das gemeinsam mit Vertretern der Leistungsberechtigten, Leistungserbringer und Leistungsträger entwickelte Arbeitsmodell ist eine übergreifende und konsentierte Basis, bei der die Funktionsfähigkeit des Individuums (nach dem bio-psycho-sozialen Modell der WHO) im Mittelpunkt steht. Ergebnisse empirischer Erhebungen, wie die o.a. ICF-Machbarkeitsstudie als auch die geringe Zahl bestehender ICF-Weiterbildungsangebote, unterstreichen, dass die ICF hierzulande bislang weder als Bezugsrahmen noch als Werkzeug zur Bedarfsermittlung für Fachkräfte der beruflichen Rehabilitation flächendeckend genutzt wird.  

Ob und wie alle am Reha-Prozess beteiligten Akteure dieses Konzept künftig nutzen werden, wird wesentlich von der Position der Träger sowie ihrer Organisationen abhängen, die diese strategisch wie operativ gegenüber diesem Handlungskonzept einnehmen werden. Hinzu kommt die offene Frage hinsichtlich der Akzeptanz des Konzepts durch die Reha-Fachkräfte.

Rückmeldungen von b3-Regionalkonferenzen lassen erwarten, dass das Konzept bei den Reha-Fachkräften auf große Zustimmung und Akzeptanz stoßen wird. Deutlich wurde, dass das Konzept zur multiplen gegenwärtigen Praxis anschlussfähig konzipiert ist, eine Antwort auf die aktuellen Anforderungen des BTHG an die Bedarfsermittlung bietet und beim Prozess der Bedarfsermittlung den tatsächlichen Reha-Bedarf, die Ziele und zugehörigen Leistungen nachvollziehbar ins Verhältnis zueinander setzt.

Die „Produkte“ Basiskonzept und Instrumentendatenbank wurden im b3-Projekt grundsätzlich trägerübergreifend konzipiert und entwickelt.

Zur künftigen praktischen Nutzung sind im Anschluss an b3 weitere Aktivitäten notwendig.

Downloads

B3-Factsheet zur Abschlusstagung
Kurzbeschreibung des B3-Projektes