Zu Beginn begrüßten Wolfgang Heizer, Leiter des BBW Stiftung ICP München, und Julianna Heiser, Ausbildungsleiterin des BBW Stiftung ICP München, die Teilnehmenden herzlich und wünschten eine erfolgreiche Veranstaltung.
„Wer sich nicht beteiligt, überlässt anderen die Entscheidung“ – mit diesem politischen Leitsatz eröffnete Roman Hanle, Vorstand der BAG BBW und Leiter des Fachausschusses, die Sitzung. Er wandte sich direkt an die Teilnehmendenvertretungen (TNV): „Sie arbeiten in Ihren Berufsbildungswerken in einem Gremium, das Entscheidungen vor Ort mitgestaltet und sie nicht anderen überlässt. Es ist wichtig, dass Sie mitreden, mitwirken und mitgestalten.“
Ziel der Veranstaltung sei es, die Vernetzung zwischen den Teilnehmendenvertretungen zu stärken, Mitbestimmungsprozesse in anderen Berufsbildungswerken kennenzulernen und voneinander zu lernen.

Ein zentraler Programmpunkt war der Austausch über aktuelle Themen aus der Arbeit der Teilnehmendenvertretungen und Vertrauenspersonen. Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass viele Themen in den Berufsbildungswerken ähnlich sind. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Mobbingprävention, eine gute Internetversorgung in den Einrichtungen, die Sauberkeit von Sanitäranlagen sowie Fragen rund um das Kantinenangebot.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Austausch über die neue Teilnehmendenmitwirkungsordnung, die seit Mai 2025 in allen Berufsbildungswerken gilt. Sie gilt als wichtiger Meilenstein, da sie erstmals einen verbindlichen Rahmen für die Mitwirkung von Teilnehmenden in den Berufsbildungswerken schafft.
Auch die Schulungen für Vertrauenspersonen standen auf der Agenda. Vertrauenspersonen spielen eine wichtige Rolle bei der Begleitung und Unterstützung der Teilnehmendenvertretungen. Entsprechend wichtig ist es, dass sie gut auf ihre Aufgaben vorbereitet sind und ihre Rolle in der Zusammenarbeit mit den TNV klar kennen.

Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Vorbereitung des bundesweiten Netzwerktreffens der Teilnehmendenvertretungen, das am 29. und 30. April 2026 in Berlin stattfinden wird. Alle zwei Jahre lädt die BAG BBW Interessenvertreter*innen aus allen Berufsbildungswerken zu diesem Treffen ein. Im Mittelpunkt stehen dabei Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen.
Einen praxisnahen Einblick in die Arbeit vor Ort erhielten die Teilnehmenden bei einem Rundgang durch das BBW Stiftung ICP München. Das Berufsbildungswerk ist eine Spezialeinrichtung für Menschen mit infantiler Cerebralparese (ICP) sowie mit orthopädischen und neurologischen Erkrankungen.
Ziel der individuellen Förderung ist ein Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf – als Einstieg in den Arbeitsmarkt und Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Die Maßnahmen werden interdisziplinär geplant und in enger Abstimmung mit den Teilnehmenden sowie den Rehabilitationsträgern umgesetzt.
Der persönliche Eindruck vor Ort zeigte einmal mehr, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für Teilhabe und Mitwirkung im Alltag der Berufsbildungswerke sind.

Zum Abschluss lobten die Teilnehmenden besonders die Möglichkeit zum intensiven Austausch und zum persönlichen Kennenlernen. Die Klausurtagung bot Raum, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und neue Impulse für die Arbeit der Teilnehmendenvertretungen mitzunehmen.

