BAG BBW bringt ihre Expertise bei den Inklusionstagen 2026 ein

Unter dem Motto „Ausbildung und Arbeit für junge Menschen mit Behinderungen. barrierefrei. selbstbestimmt. zeitgemäß.“ fanden am 6. und 7. Juli 2026 zum 13. Mal die Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) statt. Die BAG BBW war an beiden Veranstaltungstagen mit Fachbeiträgen vertreten und brachte ihre Erfahrungen aus der beruflichen Bildung und der Entwicklung innovativer Unterstützungsangebote in die Diskussion ein.

In der Fachdiskussion zum Thema „Von der Schule in den Beruf: Berufliche Bildung als Brücke in den allgemeinen Arbeitsmarkt“ machte Tobias Schmidt, Vorsitzender der BAG BBW, deutlich, welchen Beitrag Berufsbildungswerke für die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen leisten.

„Unser Ziel ist die Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt – und damit die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben“, betonte Schmidt. Dabei verwies er auf die praxisnahe Ausrichtung der Ausbildung in den Berufsbildungswerken: „Wir bieten ganz normale duale Ausbildungen an. Ein wichtiger Qualitätsmaßstab ist dabei die betriebsnahe Ausbildung. Aktuell absolvieren 20 Prozent der Auszubildenden einen wesentlichen Teil ihrer Ausbildung in Betrieben.“

Auch die Bedeutung gestufter Qualifizierungswege hob Schmidt hervor: „Für viele junge Menschen ist die Fachpraktikerausbildung der Einstieg in eine Vollausbildung. Sie eröffnet Perspektiven und schafft Entwicklungsmöglichkeiten.“

Am zweiten Veranstaltungstag stand die Rolle digitaler Technologien für einen inklusiven Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Beate Milluks, Leiterin des Projekts KI-Kompass Inklusiv bei der BAG BBW, machte in einem Fachdialog deutlich, dass Menschen mit Behinderungen die digitale Transformation von Beginn an mitgestalten müssen.

„KI-gestützte Assistenzsysteme sind gerade in den Bereichen Informationsverarbeitung und Kommunikation stark nachgefragt. Entscheidend ist für uns, ihren verantwortungsvollen Einsatz zu fördern, Ängste abzubauen und für KI und Inklusion zu sensibilisieren“, sagte Milluks. Gleichzeitig erlebe sie bei vielen jungen Menschen mit Behinderungen eine große Offenheit gegenüber neuen Technologien. „Diese Neugier ist eine wichtige Grundlage, um den eigenen beruflichen Weg selbstbestimmt zu gestalten.“

Im Workshop „Ausbildung barrierefrei neu denken: KI als Chance für inklusive berufliche Bildung wurde das Projekt KI-Kompass Inklusiv vorgestellt, in dem die BAG BBW Projektpartner ist.

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt verfolgt das Ziel, die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen durch den Einsatz KI-gestützter Assistenztechnologien zu stärken. Bis 2027 entsteht ein Kompetenzzentrum für KI-gestützte Assistenztechnologien und Inklusion im Arbeitsleben. Es wird Menschen mit Behinderungen, Leistungserbringern, Unternehmen sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren praxisnahe Informationen, Beratung und Orientierung bieten.

Mit ihren Beiträgen auf den Inklusionstagen machte die BAG BBW deutlich: Inklusive berufliche Bildung braucht starke Netzwerke, praxisnahe Ausbildung und den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien – immer mit dem Ziel, jungen Menschen mit Behinderungen den Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen.