Zum Auftakt begrüßte Tobias Schmidt, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, die Gäste und betonte die besondere Bedeutung der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung für die Arbeit der BBW. „Qualität ist in allen 51 BBW seit vielen Jahren ein gemeinsamer Anspruch. Sichtbar wird das in einer Ausbildung, die berufliche Qualifizierung mit individueller gesundheitlicher und lebenspraktischer Förderung verbindet – und damit die Basis für berufliche Chancen und persönliche Entwicklung legt“. Die Veranstaltung sei, so Schmidt, nicht nur ein Rückblick auf Erreichtes, sondern auch ein Aufruf, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen.
In ihrem anschließenden Beitrag beleuchtete Claudia Reif, Bereichsleiterin im Kundenkernprozess „Rehabilitation“ der Bundesagentur für Arbeit, die Perspektive der Reha-Träger auf das Thema Qualität. Sie betonte, dass Qualität für die Bundesagentur für Arbeit weit mehr sei als eine Kennzahl. „Qualität ist das gemeinsame Ziel, das die BA zusammen mit der BAG BBW und allen Berufsbildungswerken verfolgt, um die nachhaltige Teilhabe junger Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt zu sichern.“

Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung war der Gallery-Walk, der die Qualitätsentwicklung der BAG BBW auf lebendige Weise erlebbar machte. In drei Themenräumen – „Die Vergangenheit im Rückspiegel“, „Die Gegenwart im Fokus“ und „Die Zukunft fest im Blick“ – setzten sich die Teilnehmenden mit Entwicklungen, Erfolgen und Herausforderungen der letzten fünf Jahrzehnte auseinander.
Der Gallery-Walk bot Raum für Austausch, Diskussion und Inspiration – viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Ideen für die künftige Qualitätsarbeit in den Berufsbildungswerken zu entwickeln.

Im abschließenden Panel „50 Jahre Ausbildung für Menschen mit Behinderungen – Impulse für die Zukunft“ diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Praxis und Ausbildung über die kommenden Aufgaben und Chancen der Qualitätsentwicklung.
An der Gesprächsrunde nahmen teil:
- Dr. Annette von Kalckreuth, Abteilungsleiterin V im Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
- Claudia Reif, Bundesagentur für Arbeit,
- Norbert Rohlf, Berufsbildungswerk Benediktushof Maria Veen,
- Aileen Hoffmann, ehemalige Auszubildende im BBW Potsdam
- Yves Hötting, Auszubildender im BBW RKI Berlin
In einem lebendigen Austausch wurden zentrale Fragen diskutiert:
Wie kann Qualität in der Ausbildung auch künftig gesichert und weiterentwickelt werden? Welche Strukturen und Kooperationen sind notwendig, um jungen Menschen mit Behinderungen weiterhin bestmögliche Chancen auf Teilhabe und berufliche Selbstbestimmung zu eröffnen?

Die Fachveranstaltung machte deutlich: Qualitätsentwicklung ist ein fortlaufender Prozess, der nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen kann – von den Berufsbildungswerken über die Reha-Träger bis hin zu den Auszubildenden selbst.
Mit engagierten Beiträgen, offenen Diskussionen und einem Blick nach vorn setzte die BAG BBW ein starkes Zeichen für gemeinsame Verantwortung, Innovationskraft und gelebte Qualität in der beruflichen Rehabilitation.
Im Jubiläumsjahr „50 Jahre BAG BBW – Wir feiern Stärken“ wurde damit nicht nur auf die Vergangenheit geblickt, sondern vor allem die Zukunft in den Fokus gerückt – eine Zukunft, in der Qualität, Teilhabe und Stärkenorientierung weiterhin im Mittelpunkt stehen









