

Die Profilmethode bzw. Profilvergleichsverfahren sind arbeitswissenschaftliche Verfahren, mit deren Hilfe Anforderungen am Arbeitsplatz und Fähigkeiten einer Person anhand katalogisierter Merkmale gegenübergestellt werden. So soll ermittelt werden, welche Arbeitnehmer auf welchen Arbeitsplätzen einsetzbar sind.
Profilvergleichverfahren werden von unterschiedlichen Trägern gefordert und im Bereich der medizinischen Rehabilitation oder im Rahmen von Entscheidungen über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben eingesetzt. Profilvergleichsverfahren sind zum Beispiel die Ertomis Assessment Method (EAM), das Berufseignungsprofil (BEP), IMBA, MELBA oder ERGOS.
Das Berufseignungsprofil ist ein diagnostisches Verfahren, das den momentanen Stand hinsichtlich der Berufsreife und die sozialen Kompetenzen, Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, die für eine Ausbildung notwendig sind, ermittelt.
Die ERTOMIS-Methode ermöglicht einen Vergleich der Fähigkeiten eines Menschen mit Behinderung mit den Anforderungen eines Arbeitsplatzes. Die Methode gibt zugleich Hinweise darauf, ob und gegebenenfalls welche technischen Arbeitshilfen am Arbeitsplatz eingesetzt werden sollten oder welche rehabilitativen Maßnahmen zur Verbesserung einer Funktion es ermöglichen, den behinderten Menschen in Arbeit zu bringen.
Instrument zur Förderung der Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben. Neben der Arbeitsfähigkeit werden die Anforderungen an einem bestimmten Arbeitsplatz dokumentiert. Über den Vergleich der Fähigkeiten und Anforderungen wird ermittelt, ob und welche Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung oder zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in Frage kommen. Mit IMBA sollen betroffene Personen möglichst optimal eingesetzt werden können, das heißt, entsprechend den Arbeitsplatzanforderungen, aber auch entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen.
Ein ähnliches Instrument wie IMBA, das neben den IMBA-Merkmalgruppen auch psychische Merkmalgruppen berücksichtigt. Das standardisierte Verfahren wurde vom damaligen Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung entwickelt, um die Fähigkeiten und Kenntnisse von behinderten Menschen auf der Basis von Anforderungs- und Fähigkeitsprofilen sowie Profilvergleichsverfahren zu prüfen.
ERGOS ist eine differenzierte Assessment-Methode zur Überprüfung der körperlichen Belastbarkeit eines Menschen in der Arbeitswelt. Es wird ein Fähigkeitsprofil durch 260 Einzeltests auf der Basis von 42 Bewertungsparametern erstellt. Der Vergleich erfolgt mit den Anforderungsprofilen von ca. 14.000 im System eingespeicherten Berufstätigkeiten. Die Methode wird zum Beispiel im Rahmen des Reha-Assessments von Berufsförderungswerken eingesetzt.
Siehe auch unter sozialmedizinische Beurteilung.