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Gemeinsame Servicestellen

Gemeinsame Servicestellen

Ein wesentliches Ziel des am 1.7.2001 in Kraft getretenen SGB IX ist die Verbesserung des Zuganges behinderter Menschen zur Rehabilitation. Die Rehabilitationsträger werden in diesem Sinne vom Gesetzgeber zur bundesweiten Errichtung Gemeinsamer Servicestellen für Rehabilitation in allen Kreisen und kreisfreien Städten verpflichtet (§§ 22 bis 25 SGB IX).

Die Servicestellen sind organisatorisch jeweils einem Rehabilitationsträger zugeordnet - ihre Anbindung kann in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten unterschiedlich sein. Die Einrichtung der Servicestellen soll unter Nutzung bestehender Strukturen erfolgen und die bislang bewährten Auskunfts- und Beratungsangebote der Rehabilitationsträger ergänzen. Zusätzliche finanzielle Mittel dürfen hierfür nicht aufgewandt werden.

Mit den Regelungen zu den Gemeinsamen Servicestellen will der Gesetzgeber vor allem zügig klären lassen, welcher Rehabilitationsträger zuständig ist, so dass Leistungsberechtigte bei unklarer Zuständigkeit nicht mehr zwischen Leistungsträgern hin und her verwiesen werden können. Denn jemand, der sich mit der Bitte um Unterstützung an eine Servicestelle wendet, darf nicht an einen anderen Rehabilitationsträger verwiesen werden (siehe auch unter Zuständigkeitsklärung).

Gemeinsame Servicestellen bilden ein gemeinschaftliches, ortsnahes Beratungs- und Unterstützungsangebot aller Rehabilitationsträger. Sie dienen als Anlaufstelle, in der Betroffene trägerübergreifend und anbieterneutral umfassende Beratung und Unterstützung finden. Für den Personenkreis der schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen umfasst ihre Aufgabenstellung auch die Klärung des Hilfebedarfs nach dem Schwerbehindertenrecht, wobei die Integrationsämter zu beteiligen sind.

Der konkrete Hilfebedarf ist in der Gemeinsamen Servicestelle zu klären und der zuständige Leistungsträger ist einzuschalten. Gemeinsame Servicestellen informieren über die Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen sowie deren Unterstützung während der Inanspruchnahme dieser Leistungen und geben Hilfestellung bei der Antragstellung.

Externe Links:

Originaltext von talentplus

Stand: August 2015

 

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