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Fürsorgepflicht

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

Gegenüber Arbeitnehmern mit Schwerbehinderung besteht eine besondere Fürsorgepflicht seitens des Arbeitgebers.

Im Rahmen der betrieblichen und wirtschaftlichen Zumutbarkeit wird vom Arbeitgeber gefordert, eine möglichst große Zahl schwerbehinderter Mitarbeiter zu beschäftigen, Arbeitsplätze mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen auszustatten und schwerbehinderte Menschen so zu beschäftigen, dass diese ihre Fähigkeiten und Kenntnisse möglichst voll verwerten und weiterentwickeln können (§ 81 Absatz 4 SGB IX).

Ferner hat der Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit der Schwerbehindertenvertretung die Schwerbehinderten in den Betrieb zu integrieren. Die Agenturen für Arbeit beraten über Fördermöglichkeiten, das Integrationsamt kann hierfür Leistungen gewähren.

Auch die besonderen Anforderungen an die Kündigung schwerbehinderter Arbeitnehmer ist Ausdruck der besonderen Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber schwerbehinderten Arbeitnehmern.

Im Öffentlichen Dienst wird die besondere Fürsorgepflicht für schwerbehinderte Beschäftigte oft in sogenannten Fürsorgeerlassen konkretisiert. Sie enthalten zum Beispiel Regelungen für die Einstellung, Prüfung, Beförderung, Versetzung und Entlassung schwerbehinderter Menschen.

Externe Links:

Originaltext von talentplus

Stand: August 2015

 

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