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Betriebliches Arbeitstraining

Betriebliches Arbeitstraining / Job-Coaching

Das Betriebliche Arbeitstraining (bAT) oder Job-Coaching auf Indikation des jeweils zuständigen Integrationsamtes gibt es bislang in einzelnen Regionen Deutschlands (zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen).

Betriebliches Arbeitstraining ist ein individuell abgestimmtes, innerbetriebliches Qualifizierungsangebot in Betrieben des Allgemeinen Arbeitsmarktes für schwerbehinderte oder gleichgestellte Menschen, die einen Arbeitsplatz oder Ausbildungsplatz haben. Die Qualifizierung findet dabei unmittelbar am Arbeitsplatz in direktem Kontakt mit Vorgesetzten und Kollegen des behinderten Arbeitnehmers statt.

Ein Arbeitstrainer oder Job-Coach kommt in der Regel zwei- bis dreimal wöchentlich für ein bis drei Stunden in den Betrieb, berät und betreut den betroffenen Arbeitnehmer in einem interaktiven, personenzentrierten Prozess.

Der Arbeitstrainer selbst integriert sich dabei in den Betrieb, das heißt, er arbeitet selbst mit, leitet an, klärt auf und unterstützt bei der Kommunikation zwischen Arbeitnehmer, Kollegen und Arbeitgeber. Auf Grund seiner Stellung mitten im betrieblichen Geschehen kann er unmittelbar Einfluss nehmen und praxisnah unterstützen.

Typischer Ablauf eines Betrieblichen Arbeitstrainings:

  1. In einem Erstgespräch mit dem betrieblichen Arbeitstrainer, dem betroffenen Arbeitnehmer, dem Arbeitgeber und einem Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes oder des Integrationsamtes (Psychosozialen Fachdienstes) werden Ausgangsprobleme besprochen und ein grober Ablauf für das Betriebliche Arbeitstraining geplant.
  2. In einem Zwischenbericht wird die Situation des betroffenen Arbeitnehmers durch den betrieblichen Arbeitstrainier analysiert, wobei auch das betriebliche Umfeld wie beispielsweise das Verhalten von Kollegen, Vorgesetzten und dem Arbeitgeber gegenüber dem betroffenen Arbeitnehmer und dem Arbeitstrainer berücksichtigt wird. Des Weiteren werden hier die weitere Vorgehensweise für das Betriebliche Arbeitstraining sowie das realisierbare Endergebnis beschrieben.
  3. An dem Abschlussgespräch beteiligen sich die gleichen Personen wie beim Erstgespräch.
  4. Der Abschlussbericht umfasst die zu Beginn festgelegten Grob- und Feinziele und die tatsächlich erzielten Ergebnisse. Die Methoden und Mittel, mit denen diese Ziele erreicht wurden, werden dargelegt. Der Prozess des Betrieblichen Arbeitstrainings wird beschrieben, und zum Schluss wird eine Prognose abgegeben.

Externe Links:

Originaltext von talentplus

Stand: August 2015

 

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