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Betriebliche Sozialarbeit

Betriebliche Sozialarbeit

Betriebliche Sozialarbeit umfasst alle sozialarbeiterischen bzw. sozialpädagogischen Maßnahmen und Interventionen in Betrieben, Verwaltungen, Organisationen oder Behörden, die dazu dienen, Entwicklungs- und Problemlösungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und zu fördern. Darüber hinaus sollen soziale, persönliche und betriebliche Ressourcen aktiviert werden.

Betriebliche Sozialarbeit richtet sich dabei an Beschäftigte des Betriebs sowie an deren Angehörige, an Vorgesetzte und Führungskräfte und an den Betrieb selbst als Organisation und deren Einheiten. Betriebliche Sozialarbeit ist damit ein Bestandteil der betrieblichen Unternehmenspolitik. Sie ist ein Teil der Bemühungen der Unternehmensleitung um Integration und Konfliktvermeidung im Betrieb in Ergänzung zu den im Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) gesetzlich vorgeschriebenen Instanzen.

Zwischen dem Betriebsrat und der Betrieblichen Sozialarbeit besteht meist eine enge Zusammenarbeit (beide Instanzen können jedoch aufgrund der Verschwiegenheitspflicht in einzelnem Auftrag tätig werden).

Durch Beratung, Information, Aufklärung, Schulungen und durch organisationsbezogene Maßnahmen der Betrieblichen Sozialarbeit soll auf der einen Seite die Humanisierung der Arbeitswelt gefördert und auf der anderen Seite die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gesteigert werden.

Betriebliche Sozialarbeit kann insbesondere im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements nach § 84 SGB IX sinnvoll sein, wo sowohl chronische somatische, psychosomatische als auch psychische Erkrankungen im Einzelfall die Einbindung familiärer oder anderer privater Ressourcen erfordern, um die berufliche Wiedereingliederung in einen erfolgreichen Prozess umzuwandeln.

Externe Links:

Originaltext von talentplus

Stand: August 2015

 

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