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Berufsvorbereitung

Berufsvorbereitung

Durch Berufsvorbereitung oder Berufsausbildungsvorbereitung soll die Berufswahl, die Aufnahme einer Erstausbildung oder die berufliche Wiedereingliederung unterstützt werden. Die Berufsvorbereitung dient jungen Menschen dazu, nach dem Besuch der allgemein bildenden Schule den Einstieg in Ausbildung und Beruf zu erleichtern bzw. durch die entsprechenden Voraussetzungen erst zu ermöglichen, wenn diese durch den bisherigen Schulbesuch nicht erreicht werden konnten.

Für Erwachsene spielt die Berufsvorbereitung insbesondere dann eine Rolle, wenn sie zum Beispiel durch Unfall oder Krankheit aufgrund von Berufsunfähigkeit ihren bisherigen Beruf oder ihre bisherige Berufstätigkeit nicht mehr ausüben können und vor einer Um- oder Neuorientierung stehen. Berufsvorbereitende Maßnahmen vermitteln zum Beispiel Sach-, Lern- und Sozialkompetenzen.

Für Menschen mit Behinderungen ist die Berufsvorbereitung eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, die auf die Aufnahme einer Berufsausbildung vorbereitet oder die der beruflichen Eingliederung dient (vergleiche SGB III § 61, SGB IX § 33). Sie schließt die wegen der Behinderungen erforderlichen Grundausbildungen mit ein, wie beispielsweise die blindentechnische Grundbildung oder entsprechende Maßnahmen für beispielsweise spätertaubte Menschen.

Berufsvorbereitung kann schulisch, außerschulisch nach SGB III oder betrieblich erfolgen.

Beispiele für das differenzierte Angebot von Berufsvorbereitungsmaßnahmen:

  • Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) an Berufsschulen vor allem für lernbehinderte junge Menschen und solche, die keinen oder nur einen schlechten Hauptschulabschluss haben sowie das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) an Berufsschulen zur Erlangung einer Grundqualifikation in einem bestimmten Berufsfeld;
  • Blindentechnische und vergleichbare Grundausbildung;
  • Rehabilitationsvorbereitungslehrgänge;
  • Rehabilitations- und Sonderausbildungslehrgänge für durch Krankheit oder Behinderung benachteiligte junge Menschen;
  • Grundausbildungslehrgänge (GAL) und Maßnahmen zur Verbesserung beruflicher Bildungs- und Eingliederungschancen (BBE) für benachteiligte Jugendliche (Ziel: das Erreichen der Ausbildungs- bzw. Berufs- und Berufswahlreife);
  • Berufsausbildungsvorbereitung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) für sozial benachteiligte junge Menschen, bei denen eine erfolgreiche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einer gleichwertigen Berufsausbildung nicht zu erwarten ist (§§ 68-70 BBiG);
  • Maßnahmen im Eingangsbereich und Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM);
  • Integrierte Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (IBvB) in Kooperation der Förder- und Sonderschulen mit den Berufsbildungswerken, die die schulische Bildung junger Menschen mit Behinderung mit den reha-spezifischen Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der Bundesagentur für Arbeit so vernetzen, dass die Vorbereitung auf den Beruf an den Schulen, bereits in den letzten beiden Klassen der Sekundarstufe I beginnt.

Externe Links:

Originaltext von talentplus

Stand: August 2015

 

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