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Berufliches Trainingszentrum (BTZ)

Berufliches Trainingszentrum (BTZ)

Ziel des beruflichen Trainings in Beruflichen Trainingszentren (BTZ) ist die berufliche Rehabilitation von Menschen, die nach einer psychischen Erkrankung wieder eine Beschäftigung auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben. Dazu werden spezielle Trainings- und Eingliederungsmaßnahmen in den BTZ angeboten, die in der Regel über 50 bis 90 Plätze verfügen.

Ziel der in den beruflichen Trainingszentren durchgeführten Maßnahmen ist

  • die Abklärung realistischer beruflicher Perspektiven,
  • die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt oder
  • die Stabilisierung im Vorfeld einer Umschulung oder Ausbildung.

Das Leistungsangebot umfasst neben der Beratung, Information und Abklärung im Aufnahmeverfahren diverse berufsfördernde Maßnahmen:

  • die berufliche Anpassungsqualifizierung, eine 12- bis 15-monatige Trainingsmaßnahme, in deren Rahmen bereits erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten reaktiviert und der Entwicklung der Anforderungen in der Arbeitswelt angepasst werden;
  • Feststellungsmaßnahmen mit maximal dreimonatiger Dauer zur Abklärung einzelner Fragen wie zum Beispiel Belastbarkeit, Lernfähigkeit mit Hospitation und Praktikum bei individuellem Bedarf;
  • Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und -orientierung von bis zu zwölf Monaten als Bestandteil von Förderlehrgängen mit Hospitation oder Praktikum, und bei einigen Einrichtungen auch
  • Maßnahmen zur Berufsfindung und Arbeitserprobung mit externen Praktika mit einer Dauer von sechs Wochen bis zu drei Monaten.

Zu den Aufgaben gehört auch die Begleitung des Rehabilitanden (einschließlich des Bewerbungstrainings) bis zur Integration in eine Arbeitsstelle bzw. zu einem Integrationsfachdienst.

Die Mitarbeiter der Berufstrainingszentren arbeiten in interdisziplinären Teams, denen verschiedene Fachkräfte angehören: Ausbilder, Arbeitspädagogen, Ergotherapeuten, psychosoziale Fachkräfte (beispielsweise Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Gesundheitsberater) Diplompsychologen und Diplompädagogen.

Als regionale Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation arbeiten die Beruflichen Trainingszentren eng zusammen mit

  • Industrie, Handwerk, den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern, die wichtige Partner in gemeinsamer Produktion und Vermarktung sowie bei der Stellung von Arbeits- und Praktikumplätzen sind,
  • den in der Region bestehenden psychiatrischen Einrichtungen und Diensten.

Träger einer Rehabilitationsmaßnahme im Berufstrainingszentrum ist in der Regel die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung. In jedem Fall muss ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt werden.

Externe Links:

 

Originaltext von talentplus

Stand: April 2016

 

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