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Behinderung

Behinderung

Menschen gelten nach § 2 Abs. 1 SGB IX als behindert, wenn ihre körperlichen oder geistigen Fähigkeiten oder ihre seelische Gesundheit nicht nur vorübergehend (das heißt länger als sechs Monate) von dem altersentsprechenden Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn eine derartige Beeinträchtigung zu erwarten ist. Diese Begriffsbestimmung ist angelehnt an die Vorschläge der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dabei steht das Ziel der Teilhabe an den verschiedenen Lebensbereichen im Vordergrund und nicht mehr wirkliche oder vermeintliche Defizite.

Das SGB IX unterscheidet drei anspruchsberechtigte Personengruppen:

  • behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Menschen,
  • schwerbehinderte Menschen und
  • behinderte Menschen, die den schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind.

Das SGB IX besteht aus zwei Teilen.

  • Teil I enthält sozialrechtliche Regelungen für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen, die Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe haben.
  • Teil 2, das Schwerbehindertenrecht, enthält darüber hinaus besondere Regelungen zur Teilhabe am Arbeitsleben schwerbehinderter Menschen und ihnen gleichgestellter Menschen. Hier finden sich Bestimmungen zur Ausgleichsabgabe, Schwerbehindertenvertretung, Wiedereingliederung behinderter Menschen durch begleitende Hilfen im Arbeitsleben sowie zu den Aufgaben der Werkstätten für behinderte Menschen.

Externe Links:

Originaltext von talentplus

Stand: August 2015

 

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