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Arbeitserprobung

Arbeitserprobung

Die Arbeitserprobung ist ein Angebot für junge Menschen mit Behinderung. Sie zählt zu den berufsvorbereitenden Maßnahmen und dient der Abklärung der intellektuellen oder körperlichen Eignung sowie der Motivation für eine vorgesehene Berufsrichtung.

Die Arbeitserprobung wird durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit vermittelt und finanziert, wenn die Berufsberatung für behinderte Menschen auch nach Einschaltung des Ärztlichen Dienstes oder des Psychologischen Dienstes noch keinen abschließenden Eingliederungsvorschlag unterbreiten kann, der den persönlichen Voraussetzungen des Rehabilitanden entspricht.

Arbeitserprobungen finden in Rehabilitationseinrichtungen (Berufsbildungswerken, Berufsförderungswerken oder Einrichtungen zur Medizinisch-beruflichen Rehabilitation) statt und dauern bis zu vier Wochen.

Ziel der Arbeitserprobung ist es, gemeinsam mit dem Rehabilitanden die berufliche Eignung für ein bestimmtes Berufsziel und die Auswahl von erforderlichen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu klären (§ 33 Absatz 4 SGB IX). Der Rehabilitand kann bei der Arbeitserprobung typische Tätigkeiten eines Berufes oder eines Berufsfeldes kennen lernen und die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Einschränkungen durch konkretes Ausprobieren an beruflichen Aufgaben herausfinden.

Dabei wird auch geklärt, ob für den Ausbildungsplatz eine bestimmte Ausstattung (Technische Hilfen) gebraucht wird und ob im Unterricht der Berufsschule stützende Hilfen erforderlich sind. Darüber hinaus soll die Leistungsfähigkeit des Betroffenen getestet werden. Art und Dauer der Arbeitserprobung werden mit dem behinderten Menschen im Einzelfall durch den zuständigen Rehabilitationsträger festgelegt (§ 6 Absatz 1 SGB IX).

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Originaltext von talentplus

Stand: August 2015

 

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