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ICF - Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit

Eine Sprache weltweit

Die „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt anhand von Merkmalen nicht allein die Einschränkungen einer Person („was jemand nicht kann“ - sein Handicap), sondern richtet ihr Augenmerk auf Aktivitäten und Teilhabe einer Person ("was jemand kann" - seine Kompetenzen). Zusätzlich werden mit Hilfe der ICF alle Barrieren wie auch Ressourcen im Lebensumfeld in den Blick genommen, die für die persönliche Teilhabe bedeutsam sind. In Verbindung mit dem Konzept der funktionalen Gesundheit legt die ICF damit die Basis für eine zielorientierte Rehabilitation sowie eine effiziente Kommunikation und Kooperation aller Reha-Akteure und Institutionen.

ICF in Deutschland

Die ICF wird auch in Deutschland zunehmend in der beruflichen wie auch medizischen Rehabilitation genutzt. So wurde die Gestaltung des SGB IX wesentlich von der ICF beeinflusst und die ICF bildet die Grundlage für zahlreiche Richtlinien und Empfehlungen in der Rehabilitation. Insbesondere die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) sowie die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaft (DGRW) setzen sich dafür ein, die Anwendung der ICF in Deutschland kontinuierlich weiter auszubauen und die im Auftrag des BMAS durchgeführte Machbarkeitsstudie (Prüfung von aktuellem Stand und Potential der Bedarfsermittlung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben unter Berücksichtigung der ICF) kommt zu der Empfehlung, künftig das bio-psycho-soziale Modell sowie die einheitliche Sprache der ICF bei der Bedarfsermittlung trägerübergreifend zu nutzen. 

ICF bei den Berufsbildungswerken

Viele Berufsbildungswerke (BBW) nutzen derzeit die ICF für die Reha-Planung und -Steuerung im Rahmen der Berufsvorbereitung und Ausbildung. Hierzu wurde von einer Gruppe von Experten und Praktikern aus BBW ein einheitliches ICF-Instrumentarium entwickelt. Das vom Fachausschuss der BAG BBW empfohlene Instrumentarium umfasst eine Standardliste von 49 Items (mit der Option zur Erweiterung) und gibt darüber hinaus methodische Hinweise zur Beurteilung der einzelnen Merkmale. Ferner wurden zu jedem Item spezifische Leitfragen zur Operationalisierung formuliert.

 

Ansprechpartner

Rainer Lentz
Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V.
Oranienburger Straße 13/14
10178 Berlin
Fon 030 2 63 98 09 90
rainer.lentz@bagbbw.de

 
 
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