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Module gegen Arbeitslosigkeit

Junge Menschen mit Behinderung müssen Ihre Ausbildungsleistungen umfassend anerkannt bekommen, auch wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Ausbildung vollständig abzuschließen, so das Thema einer Fachtagung in Bitburg am 7. Oktober 2009. Als Lösung dieses Problems wurde die modularisierte Ausbildung, in anderen europäischen Ländern bereits üblich, von hochrangigen Referenten aus Politik, Wirtschaft und Forschung diskutiert.

Unter dem Namen Trial Net wird eine modularisierte Ausbildungsform bereits seit 2009 von den Berufsbildungswerken erprobt. Im Jahr 2006 wurde das Thema innerhalb der Berufsbildungswerke erstmals diskutiert. Schließlich musste eine Lösung für die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen gefunden werden.

 
Podiumsdiskussion bei der Fachtagung in Bitburg
 

1,6 Millionen junge Menschen unter 30 hätten keine Ausbildung, so Eckart Severing vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung in Nürnberg. Auch die Teilnahme an Maßnahmen würde für diese in der Regel nicht zu verwertbaren oder anrechenbaren beruflichen Zertifikaten führen. Ausbildungsbausteine könnten hier Abhilfe schaffen.

Peter Clever von der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände begrüßte ausdrücklich die Arbeiten des TrialNet-Projekts und legte seinen Fokus auf den individuellen Nutzen der Ausbildungsbausteine. Das „Alles-oder-Nichts-Prinzip der dualen Ausbildung“ würde bei Jugendlichen, die nicht in der Lage seien, eine Ausbildung komplett zu absolvieren, zu Misserfolgserlebnissen und Demotivation führen.

Vor einer Aushöhlung des Berufskonzepts und der Gefahr, dass durch Ausbildungsbausteine ein zweitklassiger Abschluss entstehen könnte, warnte Thomas Giessler vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Eher solle einem individuellen Ausbildungsplan gefolgt werden, der den behindertenspezifischen Unterstützungsbedarf berücksichtigt.

Wie eine modularisierte Ausbildungsstruktur aussehen kann, stellte Christophe Struck aus der Abteilung Berufsausbildung des Bildungsministeriums in Luxemburg dar. Seit Ende 2008 wird dort die Berufsbildung modernisiert. Lebenslanges Lernen, Kompetenzorientierung und Modularisierung bilden die drei Pfeiler. Ziel der Modularisierung ist eine Erhöhung der Durchlässigkeit in den Ausbildungsstufen sowie die Etablierung „Lebenslangen Lernens“.

 
 
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